Margaret Nakibira, Kaffeebauerin aus Rakai, Uganda

„Now that I have my coffee, the burden of looking after my home has been reduced. I don’t have to worry all the time how I can get money for my house or how I can pay a doctor if I fall sick.”

 („Jetzt, da ich meinen Kaffee habe, ist es nicht mehr so belastend, mich um meinen Haushalt zu kümmern. Ich muss mir keine Sorgen darum machen, wie ich Geld für mein Haus bekomme oder wie ich einen Doktor bezahlen kann, falls ich krank werde.“)

 

Mit 69 Jahren ist Margaret Nakibira die älteste Kaffeebauerin unter den Produzenten für Delight & Style. Sie besitzt mittlerweile 500 Kaffeepflanzen und ist sehr stolz darauf, bereits für ihren Kaffee und ihre Arbeit als „Beste Kaffeebauerin des Jahres 2014“ ausgezeichnet worden zu sein.

 

Trotz ihres hohen Alters stellt sie sich gemeinsam mit ihrer Schwester gerne den Herausforderungen, die der Kaffeeanbau in Uganda mit sich bringt. So blieb auch sie vom Klimawandel und den immer länger andauernden Trockenperioden nicht verschont: Durch den fehlenden Regen vertrocknen die Kaffeefrüchte, bevor sie reif werden, sodass immer häufiger ganze Ernten zerstört werden. Ein weiteres Problem besteht darin, Aushilfsarbeiter für die Kaffeeplantagen zu finden. Zwar gibt es genug junge und starke Männer ohne Arbeit. Viele von diesen wollen jedoch nicht arbeiten und verbringen ihre Zeit lieber damit, herumzusitzen, Alkohol zu trinken und Karten zu spielen.

 

Aber Margaret gibt nicht auf, denn sie hat große Pläne. Sie möchte ihre Farm durch den Anbau verschiedener Nutzpflanzen weiter vergrößern, um Verluste bei der Kaffeeernte finanziell auszugleichen. Mit dem Kauf weiterer Schatten spendender Bananenstauden versucht sie, ihre wertvollen Kaffeepflanzen vor der Austrocknung zu bewahren.

 

Wie Margaret dem Team von Delight & Style begeistert erzählt, spart sie außerdem Geld, das sie in einen eigenen kleinen Lastwagen investieren möchte. Damit kann sie Arbeitskräfte, ihre Arbeitsmaterialien, Dünge- und Pflanzenschutzmittel sowie die Kaffeeernte selbst transportieren, ohne teure Miete für ein ausgeliehenes Transportmittel bezahlen zu müssen. Und natürlich möchte sie, geschäftstüchtig wie sie ist, den Wagen dann auch anderen Kaffeebauern vermieten…

 


Benon Mugisha, Kaffeebauer aus Rakai, Uganda

"God has given us some big land and we want to go up to 10 000 coffee plants.“
(„Gott hat uns viel Farmland gegeben und wir möchten es nutzen, um auf bis zu 10 000 Kaffeepflanzen zu expandieren.“)

Benon Mugisha, Kaffeebauern aus Rakai, Uganda, Produzent für Delight & Style

Benon ist seit vier Jahren Kaffeebauer und damit einer der Ersten in seinem Dorf, denn noch heute leben viele seiner Verwandten als Nomaden und Viehhüter.

 

Was für ihn mit dem Anbau von 300 Kaffeepflanzen als Experiment begann, macht ihn jetzt stolz: Im letzten Jahr konnte er mit seinen mittlerweile 700 Kaffeestauden (ursprünglich 1 200, von denen viele der Wasserknappheit zum Opfer fielen) erstmals Kaffee erwirtschaften.


Dabei stellt er sich einer ganz besonderen Herausforderung, denn er baut seine Pflanzen biologisch an. Schon in seiner Schulzeit lernte er, was biologische Landwirtschaft bedeuten kann, und ihn faszinierte die Idee, seine Felder frei von chemischen Pflanzenschutzmitteln oder mineralischem Dünger zu bewirtschaften und damit gleichzeitig das Erdreich zu schonen.

 

Diese Art der Produktion ist jedoch aufwändig und erfordert Geld für z.B. biologisch abbaubaren Dünger oder Arbeitskräfte, die seine Felder von Hand vom Unkraut befreien.


Aber Benon ist zuversichtlich, dass er in wenigen Jahren seinen Bio-Kaffee verkaufen kann. Den Erlös möchte er gerne in seine Familie und seine Kirchengemeinde investieren. Und er hat noch viel vor: Er plant, durch die Erschließung weiteren Farmlands bis zum Jahr 2018 ca. 2000 Kaffeepflanzen anbauen zu können.

 

Zudem hofft er, vom deutschen Wissen über biologischen Ackerbau zu profitieren, um irgendwann seine ganz große Vision als Besitzer von 10 000 Kaffeestauden verwirklichen zu können.


Mahad Talemwa, Kaffeebauer aus Rakai, Uganda

“The secret of successful coffee farming includes intensive training in coffee farming and me checking my coffee plants on a regular basis.”

 („Das Geheimnis erfolgreichen Kaffeeanbaus beinhalte ein intensives Anbautraining und meine regelmäßige Kontrolle der Pflanzen!”)

Mahad Talemwa ist 30 Jahre alt, verheiratet und Vater von drei Kindern. Seine Karriere als Kaffeebauer – und das kann man in seinem Fall so sagen – begann im Jahre 2011 mit 300 Kaffeepflanzen. Heute ist er Besitzer von 1900 Pflanzen, und er ist mit seinem Kaffeeanbau so erfolgreich, dass er zum „Besten Kaffeebauer des Jahres 2014“ gekürt wurde.

 

Dies erfüllt ihn mit großem Stolz, denn sein Leben hat sich seit dem Entschluss, seinen Lebensunterhalt mit dem Anbau von Kaffee zu verdienen, um 180 Grad gewendet. Früher war er arbeitslos und hatte den Tag über nichts zu tun. Nun jedoch wacht er jeden Morgen voller Tatendrang auf, um das Wissen und die Fähigkeiten, welche er durch die Ausbildung zum Kaffeefarmer durch CHM erworben hat, bestmöglich umzusetzen.

 

Dafür arbeitet Mahad nicht nur sehr hart, sondern er geht auch äußerst kreativ vor. Er gestaltet seine Farm ständig um, damit er das wenige Wasser, das ihm zur Verfügung steht, optimal nutzen kann. So hat er seine Felder zur Bewässerung der Pflanzen zum Beispiel mit Wassergräben durchzogen, um das Wasser direkt an die Pflanzen zu leiten und dort zu speichern. Und dies alles in mühevoller Handarbeit in äußerst lehmigem Boden!

 

Natürlich muss sich auch Mahad den klimatischen Herausforderungen Ugandas stellen. Durch anhaltende Dürre sowie den Befall eines Teils seiner Kaffeepflanzen mit einer Krankheit hat er viel an Produktivität einbüßen und dadurch auch finanzielle Verluste verzeichnen müssen. Doch Mahad ist jung, motiviert und außerordentlich geschäftstüchtig: Sein großer Traum besteht darin, neben dem Kaffeeanbau einen Handel mit Pflanzenschutzmitteln aufzubauen, von dem auch andere Kaffeebauern profitieren können.

 

Dabei wünscht ihm das Team von Delight & Style viel Erfolg!

 


Peter Wasswa, Kaffeebauer aus Rakai, Uganda

„I have a dream in my mind: that growing coffee here in Uganda can be compared to countries that are digging gold.“
(„Ich habe den Traum, dass der Kaffeeanbau in Uganda mit dem Goldabbau in anderen Ländern verglichen werden kann.“)

Peter Wasswa, Kaffeebauern aus Rakai, Uganda, Produzent für Delight & Style

Peters Traum begann im Jahre 2010, als er auf einem Elternabend in der Schule seiner Kinder aufgrund seines Rufes als hart arbeitender Mann, der für sich selbst und Andere einstehen kann, angesprochen wurde, ob er nicht an einem Kaffeeanbau-Projekt teilnehmen wolle.

Er stellte sich der neuen Herausforderung und absolvierte die Ausbildung zum Kaffeebauer schnell und ohne zu wissen, wie es für ihn danach weitergehen würde.

Aber sein Mut hat sich ausgezahlt. Heute ist er als Besitzer von 3400 Kaffeepflanzen (ursprünglich waren es 300) und mittlerweile drei Farmen einer der erfolgreichsten Kaffeebauern der Region.

Seinen Erfolg schreibt er zum Einen seiner Leidenschaft für guten Kaffee zu, derentwegen er auch bereit war, einen Teil seines Viehbesitzes zu verkaufen um den Erlös in den Kaffeeanbau investieren zu können; zum Anderen dem unbedingten Zusammenhalt seiner Familie, die alle an einem Strang ziehen und ihn unterstützen, wo sie können.

Und er hat viele Hoffnungen für die Zukunft: Mit dem Gewinn, den er durch den Verkauf seines Kaffees erzielt, möchte er qualitativ hochwertigen Dünger und Hilfsmittel zum Trocknen der großen Kaffeemengen kaufen, die er mittlerweile erwirtschaftet.
Er erhofft sich bessere Möglichkeiten, seinen Kaffee zu transportieren und zu lagern und so noch weiter zu expandieren. Seine Familie und er sollen ein schöneres, repräsentativeres Haus bekommen und er möchte seine Kinder eines Tages auf die Universität schicken können.

 

Peter ist jetzt schon ein Vorbild für andere Kaffeebauern in der Gemeinde – mit einem Augenzwinkern verrät er, dass er das Ziel hat, als bester Kaffeefarmer der Region einmal mit einer Reise nach Deutschland belohnt zu werden.

 


Robert Sunday, Kaffeebauer und Pastor aus Rakai, Uganda

„I never thought of having the house I have today but because of the impact coffee growing has caused in our lives, today we are realizing the construction of our dream house.”

 („Ich hätte nie gedacht, ein Haus zu besitzen, wie ich es heute tue, aber durch die Auswirkungen, die der Kaffeeanbau auf unser Leben hat, können wir heute unser Traumhaus errichten.“)

Robert Sunday ist 38 Jahre alt und nicht nur Kaffeebauer aus Leidenschaft, sondern auch der Pastor seiner eigenen kleinen Gemeinde.

 

Als solcher fungierte er 2010 als einer der Kaffeepioniere des Kaffeeprojekts von Celebrate Hope Ministries, das dazu gedacht war, Pastoren und deren Gemeinden zu unterstützen und von der weit verbreiteten Armut zu befreien.

 

Er bekam den besonderen Auftrag, 20 Gemeindemitglieder auszuwählen, die ein Interesse daran hatten, Kaffee anzubauen. Gemeinsam mit ihnen durchlief er die Ausbildung zum Kaffeebauer und konnte 2011 seine eigene Kaffeefarm aufbauen, die mittlerweile von 300 auf 2600 Kaffeepflanzen angewachsen ist.

 

Robert ist sehr stolz darauf, dass er nicht nur selbst als Kaffeebauer arbeitet, sondern seine Fähigkeiten auch als Ausbilder einsetzen darf. Wenn er anderen Kaffeebauern sein Wissen weitergibt und ihnen somit hilft, ihr Leben zu verbessern, kann er aktiv etwas Gutes für seine Gemeinde tun.

 

Auch sein eigenes Leben hat sich sehr verändert. Dank der Einnahmen aus dem Kaffeeanbau gehen drei seiner vier Kinder mittlerweile zur Schule. Zudem hätte er nie gedacht, dass er einmal die finanziellen Möglichkeiten hätte, sein Traumhaus für sich und seine Familie zu errichten, welches bereits im Bau ist.

 

Natürlich kämpft auch Robert mit den Folgen der zunehmenden Trockenheit in Uganda sowie mit dem Befall seiner Pflanzen durch Schädlinge. Außerdem sind die Kaffeepreise auf dem Weltmarkt momentan enorm niedrig, sodass seine Familie bisher viel investiert, hart arbeitet und viel schwitzt, dafür aber kaum bezahlt wird. Dies entmutigt ihn sehr. Robert wünscht sich eine größere Wertschätzung für die Kaffeebauern und faire Preise als Lohn für ihre harte Arbeit.

 

Gerne arbeiten wir von Delight & Style daran, diese Wünsche zu erfüllen!

 


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Team von Delight & Style, Kaffeebauer, Mitarbeiterin und Inhaber Benjamin Langer
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